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Johannes 3

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< Kapitel 2 | Kapitel 4 >

  • Johannes 3
  • Anmerkungen

¹ Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster unter den Juden. ² Der kam zu Jesu bei der Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, dass du bist ein Lehrer, von Gott kommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. ³ Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht sehen.

⁴ Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? ⁵ Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus dem Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. ⁶ Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch, und was vom Geist geboren wird, das ist Geist. ⁷ Laß dich's nicht wundern, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden. ⁸ Der Wind bläset, wo er will, und du hörest sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, von wannen er kommt und wohin er fähret. Also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist.

⁹ Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen? ¹⁰ Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel und weißt das nicht? ¹¹ Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wir reden, was wir wissen, und zeugen, was wir gesehen haben, und ihr nehmet unser Zeugnis nicht an. ¹² Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie würdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen würde? ¹³ Und niemand fähret gen Himmel, denn der vom Himmel herniederkommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. ¹⁴ Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhöhet hat, also muss des Menschen Sohn erhöhet werden, ¹⁵ auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

¹⁶ Also hat Gott die Welt geliebet, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. ¹⁷ Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn selig werde. ¹⁸ Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubet, der ist schon gerichtet; denn er glaubet nicht an den Namen des eingebornen Sohnes Gottes. ¹⁹ Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt kommen ist, und die Menschen liebeten die Finsternis mehr denn das Licht; denn ihre Werke waren böse. ²⁰ Wer Arges tut, der hasset das Licht und kommt nicht an das Licht, auf dass seine Werke nicht gestraft werden. ²¹ Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, dass seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan.

²² Danach kam Jesus und seine Jünger in das jüdische Land und hatte daselbst sein Wesen mit ihnen und taufete. ²³ Johannes aber taufete auch noch zu Enon, nahe bei Salim; denn es war viel Wassers daselbst. Und sie kamen dahin und ließen sich taufen. ²⁴ Denn Johannes war noch nicht ins Gefängnis gelegt.

²⁵ Da erhub sich eine Frage unter den Jüngern des Johannes samt den Juden über die Reinigung. ²⁶ Und kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Meister, der bei dir war jenseit des Jordans, von dem du zeugtest, siehe, der taufet, und jedermann kommt zu ihm. ²⁷ Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn gegeben vom Himmel. ²⁸ Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe, ich sei nicht Christus, sondern vor ihm her gesandt. ²⁹ Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund aber des Bräutigams stehet und höret ihm zu und freuet sich hoch über des Bräutigams Stimme. Dieselbige meine Freude ist nun erfüllet. ³⁰ Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.

³¹ Der von oben her kommt, ist über alle. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde; der vom Himmel kommt, der ist über alle ³² und zeuget, was er gesehen und gehöret hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an. ³³ Wer es aber annimmt, der versiegelt es, dass Gott wahrhaftig sei. ³⁴ Denn welchen Gott gesandt hat, der redet Gottes Wort; denn Gott gibt den Geist nicht nach dem Maß. ³⁵ Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. ³⁶ Wer an den Sohn glaubet, der hat das ewige Leben; wer dem Sohn nicht glaubet, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.

¹ Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster unter den Juden. ² Der kam zu Jesu bei der Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, dass du bist ein Lehrer, von Gott kommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. ³ Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht sehen.

⁴ Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? ⁵ Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus dem Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. ⁶ Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch, und was vom Geist geboren wird, das ist Geist. ⁷ Laß dich's nicht wundern, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden. ⁸ Der Wind bläset, wo er will, und du hörest sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, von wannen er kommt und wohin er fähret. Also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist.

⁹ Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen? ¹⁰ Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel und weißt das nicht? ¹¹ Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wir reden, was wir wissen, und zeugen, was wir gesehen haben, und ihr nehmet unser Zeugnis nicht an. ¹² Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie würdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen würde? ¹³ Und niemand fähret gen Himmel, denn der vom Himmel herniederkommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. ¹⁴ Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhöhet hat, also muss des Menschen Sohn erhöhet werden, ¹⁵ auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

¹⁶ Also hat Gott die Welt geliebet, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. ¹⁷ Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn selig werde. ¹⁸ Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubet, der ist schon gerichtet; denn er glaubet nicht an den Namen des eingebornen Sohnes Gottes. ¹⁹ Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt kommen ist, und die Menschen liebeten die Finsternis mehr denn das Licht; denn ihre Werke waren böse. ²⁰ Wer Arges tut, der hasset das Licht und kommt nicht an das Licht, auf dass seine Werke nicht gestraft werden. ²¹ Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, dass seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan.

²² Danach kam Jesus und seine Jünger in das jüdische Land und hatte daselbst sein Wesen mit ihnen und taufete. ²³ Johannes aber taufete auch noch zu Enon, nahe bei Salim; denn es war viel Wassers daselbst. Und sie kamen dahin und ließen sich taufen. ²⁴ Denn Johannes war noch nicht ins Gefängnis gelegt.

²⁵ Da erhub sich eine Frage unter den Jüngern des Johannes samt den Juden über die Reinigung. ²⁶ Und kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Meister, der bei dir war jenseit des Jordans, von dem du zeugtest, siehe, der taufet, und jedermann kommt zu ihm. ²⁷ Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn gegeben vom Himmel. ²⁸ Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe, ich sei nicht Christus, sondern vor ihm her gesandt. ²⁹ Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund aber des Bräutigams stehet und höret ihm zu und freuet sich hoch über des Bräutigams Stimme. Dieselbige meine Freude ist nun erfüllet. ³⁰ Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.

³¹ Der von oben her kommt, ist über alle. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde; der vom Himmel kommt, der ist über alle ³² und zeuget, was er gesehen und gehöret hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an. ³³ Wer es aber annimmt, der versiegelt es, dass Gott wahrhaftig sei. ³⁴ Denn welchen Gott gesandt hat, der redet Gottes Wort; denn Gott gibt den Geist nicht nach dem Maß. ³⁵ Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. ³⁶ Wer an den Sohn glaubet, der hat das ewige Leben; wer dem Sohn nicht glaubet, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.

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Dieses Projekt soll den Text der Lutherbibel von 1545 inkl. Anmerkungen und Studienhilfen anbieten. Die Veröffentlichungen und Überarbeitungen dauern jedoch noch an.

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